Die Bank am Kai – Liebesdrama

„Man sieht sich im Leben immer zweimal“, sagt ein gängiger Spruch, der meistens zutrifft. Wenn das in einem Leben möglich ist, weshalb dann nicht in einem zweiten? Finden wir uns womöglich irgendwann wieder, zwar in anderer Hülle und in einem anderen Umfeld aber mit gleichen Charaktereigenschaften?
Davon handelt dieser Roman: die schicksalhafte Begegnung zweier Menschen in zwei aufeinanderfolgenden Epochen.

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Episode I dieser ergreifenden Geschichte beschreibt Flucht, Verhaftung und Internierung der jungen Zeitungsreporterin Clara Grabowska und die letzten Wochen des Konzentrationslagers Dachau vor der Befreiung durch die Alliierten am 29. April 1945. Aus der notgedrungen schicksalhaften Begegnung mit dem KZ-Kommandanten Maximilian Richter, der bei einem Einsatz an der ‚Ostfront‘ einen Arm verlor, unter politischem Druck nach Dachau als Leiter des dortigen Konzentrationslagers zwangsversetzt wurde und so gar nicht in die Schablone des linientreuen Nationalsozialisten passt, entwickelt sich zunächst eine Zweckgemeinschaft, die kurz vor dem Exitus zu einer unvorhergesehenen Liebesbeziehung inmitten eines menschenverachtenden und brutalen Lagerlebens wird.
Augen und Sinne der Protagonistin fangen im Zeitraffer nicht nur die verbrecherischen und bestialischen Zustände kurz vor dem Zusammenbruch des nationalsozialistischen Regimes ein, sondern werfen auch ein Streiflicht auf das Intrigenspiel unter der militärischen und politischen Führung des Lagers.
Noch kurz vor der Befreiung durch die Amerikaner werden noch hunderte der noch lebenden Häftlinge vergast und verbrannt und politisch Verfolgte hingerichtet. Wie oder ob Clara Grabowska und Maximilian Richter das Inferno überstehen, lässt der Autor in spannungsgeladener Dramatik offen.

In Episode II will es das Schicksal, dass sich beide im Jahr 2001 auf Mallorca wieder begegnen, in neuen Hüllen, anderen Nachnamen, anderen Berufen und unterschiedlicher Gesinnung. Unter südlicher Sonne und im Rausch mediterranen Ambientes entwickelt sich eine zunächst erotisch gesteuerte Liebe zwischen dem erfolgreichen Architekten und Wahlmallorquiner Maximilian (Max) Haller und der aus den Zwängen einer mehr oder weniger gescheiterten Ehe geflüchteten Ernährungsberaterin mit schillernder Vergangenheit Clara Korsak aus Kärnten. Beide genießen zunächst eine in allen Facetten liebestolle und gleichzeitig turbulente Zeit und Max Haller ist überzeugt, endlich die Partnerin fürs Leben gefunden zu haben, als plötzlich Claras Ehemann samt zwölfjährigem Sohn vor dem Architekturbüro in einem Nobelhafen im Südwesten der Insel auftaucht.
Während eines Arbeitsaufenthalts in Andorra, wo er für das zunächst unscheinbar daherkommende deutsche Ehepaar Margit und Rolf Göhring ein luxuriöses Chalet gestalten soll, holen ihn immer wieder Albträume eines Lebens davor ein und dies in einem fiktiven Zerrbild des Nationalsozialismus, den er nur aus Schilderungen seiner Eltern und aus dem Schulunterricht kannte. Dennoch sieht er sich mittendrin. In seinen Visionen hat er als Lagerkommandant eines Konzentrationslagers eine schicksalhafte Begegnung, die auch sein Leben im ‚Jetzt‘ verändern sollte. Zwischen Verzweiflung und Hoffnung flieht er vor sich selbst und flüchtet sich in neue Liebesabenteuer. Als ihn noch dazu beruflicher Stress und auch seine große Liebe Clara immer wieder ein Teil ihrer Vergangenheit einholt, bröckelt die vermeintlich paradiesische Zweisamkeit und auch die erhoffte lebenslange Liebe.
Die Ereignisse zwischen Intrigen, Enttäuschung und Selbstzweifel überschlagen sich und läuten schließlich das tragische Ende der stürmisch begonnenen Beziehung ein.